Die Schätze des OfS

Nun beginnt wieder die Oldtimersaison. Da träumen viele von der Erfüllung ihrer Wünsche: "Einmal noch so ein Fahrzeug besitzen, in dem ich als Kind auf dem Rücksitz gesessen habe". In den einschlägigen Verkaufsportalen kann man fündig werden und das Objekt seiner Begierde finden, auf einem Foto wie dem auf dieser Seite zum Beispiel. In vielen Fällen wäre es besser, an dieser Stelle auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren und sich gut zu überlegen, ob die Erfüllung dieses Traumes in der Realität nicht doch ein Problem darstellt. So manch einer hat sich von der anfänglichen Euphorie mitreißen lassen und das am Ende dann doch bereut. Denn spätestens wenn es daran geht, das erstandene Objekt wieder zu einem ansehnlichen Oldtimer zu machen, scheitern die meisten.

Viele bereits angefangene Restaurierungsprojekte enden vorschnell mit dem Versuch, das Objekt noch unfertig wieder zu verkaufen. Das sind dann Puzzlebausätze mit Tausenden von Teilen, oft unvollständig. Die bereits erledigten Arbeiten sind häufig wegen Überforderung der Ausführenden mangelhaft. Solche Restaurierungen sind für Laien ohne Erfahrung nicht geeignet, selbst hartgesottene Profis können damit an ihre Grenzen stoßen. Wer ein Fahrzeug erwirbt und selbst wieder instand setzen will, sollte sich vorher einige Fragen stellen. Sinnvoll ist es zum Beispiel, sich über den gewünschten Fahrzeugtyp vorab zu informieren. Welche Problemstellen erwarten mich? Wie ist die Ersatzteilversorgung? Kann ich das Fahrzeug selbst reparieren und restaurieren oder kenne ich jemanden, der das nötige Wissen und auch die nötige Zeit hat? Ist das Fahrzeug vollständig und original, oder handelt es sich um eine "geschönte Bastelbude", an der sich schon mehrere Leute erfolglos versucht haben?

Die Grundregel in diesem Fall lautet: Kein Auto ist als Oldtimer vom Band gelaufen. Oldtimer waren früher Gebrauchsautos und meist auch Verbrauchsautos. Diese wieder in einen ansehnlichen Oldtimer zu verwandeln, erfordert mehr oder weniger großen Aufwand, Fachwissen und Ressourcen. Wenn der Vorbesitzer diesen Aufwand noch nicht betrieben hat, bleibt das am Käufer hängen.

In der anfänglichen Euphorie über den vermeintlichen Traumwagen haben viele Käufer die "rosa Brille" auf, durch die die "Baustellen“ an dem Kaufobjekt gar nicht wie solche wirken. Aber schnell kann aus einem unscheinbaren kleinen Rostpickel an der falschen Stelle ein kompletter Neuaufbau werden, wenn dieser nämlich nur die Spitze des Eisbergs war.

Nehmen Sie am besten einen Fachkundigen zur Fahrzeugbesichtigung mit. Bedenken Sie, vier Augen sehen mehr und Sie haben jemanden dabei, der Sie notfalls auf den Boden der Tatsachen holen kann. Das rostige Hobby hat ohne Zweifel Suchtpotential. Entscheiden Sie selbst, wie weit Sie dieser Sucht nachgeben. Spaß macht es allemal, aber ruinieren wollen Sie sich dafür sicher nicht, oder? Wir freuen uns, wenn Sie Kontakt zu den Oldtimerfreunden Schermbeck e.V. aufnehmen. Hier treffen sich Gleichgesinnte und geben ihren Erfahrungsschatz gerne an Sie weiter. Zu den Mitgliedern zählt unter anderem auch ein Oldtimersachverständiger, der mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

 

 

Dieser Artikel wurde in der Kolumne
"Oldtimerfreunde Schermbeck e.V. und ihre Schätze"
bei meinWesel veröffentlicht

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