Die Schätze des OfS

Im Jahr 1974 begann eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Damals war man auf der Suche nach einem Nachfolger für den berühmten VW Käfer, den sicher nicht nur Oldtimerfahrer kennen. Das Ergebnis war der VW Golf, vom ersten Tag an ein Verkaufsschlager und inzwischen selbst über 30 Jahre alt und ein Oldtimer.

Warum war und ist der GOLF so beliebt? Für den Volkswagen-Konzern war der GOLF die große Hoffnung und eine komplette Neuentwicklung, weg vom luftgekühlten Heckmotor eines Käfers, hin zu einer Neukonstruktion mit Frontantrieb und Wasserkühlung. Was viele vielleicht nicht wissen: Großen Anteil an der Entwicklung des GOLF hatten die Mitarbeiter der Auto Union bzw. NSU, beide heute eher bekannt unter dem Namen Audi. Das markante Aussehen gab dem Golf der Designer Giorgio Giugiaro.

Der GOLF galt seinerzeit als sportlich. Denn selbst mit der kleinsten Motorisierung war der Fahrspaß garantiert. Trotzdem verbrauchte der GOLF mit dem 50 PS-Motor nur 6,4 Liter pro 100 km bei 90 km/h. Mit Blick auf die erste Ölkrise im Jahr 1973/74 ein Vorteil, den die Fahrer sehr zu schätzen wussten.

Für Günther, dessen Wagen im Rahmen unserer Kolumne heute vorgestellt wird, kam so eine „verschlossene" Variante des GOLFs nie in Frage. Er wollte schon immer ein Cabriolet fahren. Anlässlich eines Clubabends, der von den ersten Sonnenstrahlen Anfang Mai begleitet wurde, präsentierte Günther stolz seinen weißen GOLF Cabriolet.

Wie alle GOLF Cabriolets wurde auch sein Cabrio beim Automobilbauer Karmann in Osnabrück entwickelt und gebaut. Dort wurde auch dem Wunsch von Volkswagen entsprochen, als eines der ersten Fahrzeuge den Kunden einen festen Uberrollbügel beim GOLF Cabrio als Standard anzubieten. Nicht nur in den USA galt bis zu diesem Zeitpunkt Cabrio-Fahren als "unsicher", da die entsprechenden Fahrzeuge wenig Schutz für die Insassen bei einem Uberschlag boten. Dieser Uberrollbügel und vor allem die beliebte Lackfarbe rot brachten dann auch dem GOLF Cabrio seinen Spitznamen "Erdbeerkörbchen" ein.

Mit über 380.000 Einheiten wurde der offene Golf bis zum Ende der Produktion im August 1993 das bis dahin meistgebaute Cabrio der Welt. Günther mag es, mit seinem GOLF Cabriolet gesehen zu werden, sein Exemplar ist nämlich besonders gut erhalten und gepflegt, darauf kann man schon stolz sein. Darum ist es auch nicht verwunderlich, wenn Günther im Sommer durch die ländlichen Alleen des Kreises Wesel fährt.

 

 

 

Dieser Artikel wurde in der Kolumne
"Oldtimerfreunde Schermbeck e.V. und ihre Schätze"
bei meinWesel veröffentlicht

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